Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Gladbeck

Buersche Straße mit Tempo-30-Schild

Buersche Straße mit Tempo-30-Schild © ADFC Gladbeck

Buersche Straße – provisorisch Tempo 30

Die Situation an der Buerschen Straße wird nach der Aufhebung des Verkehrsversuchs und der Wiederherstellung der kostenlosen Parkplätzen statt eines breiten Radstreifens immer verworrener.

Die Situation an der Buerschen Straße wird nach der Aufhebung des Verkehrsversuchs und der Wiederherstellung der kostenlosen Parkplätzen statt eines breiten Radstreifens immer verworrener.

Die gelben Markierungen des Verkehrsversuchs sind noch tw. sichtbar, ebenso wie die alten Markierungen der zu schmalen Parkplätze und Radstreifen. Weder KFZ-noch Radfahrende wissen, was gilt.

Außerdem gibt es provisorische Zweirad-Überholverbots-Schilder, die verdeutlichen, dass die Fahrbahn zum Überholen zu schmal ist, und seit Anfang Dezember auf der Brücke auch noch ein ebenfalls provisorisches Tempo 30 Schild. Letzteres soll den KFZ-Verkehr zu langsameren Fahren animieren, wurde aber von der Bezirksregierung im April 24, als die radfahrergefährdende Neuregelung nach Abbruch des Verkehrsversuchs vorgestellt worden war, laut Stadtbaurat als rechtswidrig bezeichnet. Nun aber scheint es zu gehen. Ob sich das Recht für Gladbeck geändert hat??

Die provisorische Einführung von Tempo 30 ist die Reaktion der Verwaltung auf die nicht nachlassenden Beschwerden von ADFC und anderen, aber sie löst das eigentliche Problem nicht: Zweiräder können mit dem gesetzlich vorgeschriebenen 1,50m-Abstand bei Existenz des Parkstreifens nicht legal überholt werden, egal wie gering oder hoch die Geschwindigkeit der Autos ist. Auch hält die Verwaltung stur am mittelfristigen Ziel des Mischverkehrs mit kostenlosem Parkstreifen fest, so dass die Gefährdung des Radverkehrs weiter dauerhaft geplant ist. Daran ändern auch nun geplante Flyer mit Aufklärungen zum Mischverkehr nichts.

Der ADFC, andere Gruppen, die Linken als einzige Partei sowie einzelne BürgerInnen haben sich deswegen mehrfach nicht nur an die Stadt, sondern auch an die Kommunalaufsicht im Kreis Recklinghausen und die Bezirksregierung gewandt, bisher noch ohne durchschlagenden Erfolg.

Verwandte Themen

Unrühmliches Ende vom Verkehrsversuch Buersche Straße – SPD kippt um

Mehrmals berichteten wir über den außergewöhnlich mutigen Verkehrsversuch: Einführung eines breiten Radstreifens mit…

Fast 90 % auf Buerscher Brücke für Erhalt des Radstreifens

Freiwillige von ADFC, BUND und Gladbeck Mobil führten am 22. August in der Zeit von 7:30 Uhr bis 12:30 Uhr, also 5…

Radstreifen Buersche Straße: Ende gut - alles gut

Nach fast 2-jährigem Kampf um den breiten Radstreifen an der Buerschen Straße in Gladbeck ist er nun im November 2025…

Rathaus Gladbeck

BürgermeisterkandidatInnen stellten ADFC ihre Ideen zur Radverkehrspolitik vor

Der ADFC Gladbeck konnte die BürgermeisterkandidatInnen von SPD, CDU, Grünen und Linken dazu gewinnen, dem ADFC ihre…

Radstreifen auf Buerscher Straße in Gladbeck kehrt zurück!

Der Planungsausschuss nahm am 5.6.2025 den Kompromissvorschlag der Verwaltung an: nun kehrt der breite durchgängige 1,5…

Was macht der Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet (RSMR)?

Neben dem RS1 ist der Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet das zweite große Radschnellwegprojekt im Ruhrgebiet. Es soll…

Gladbecker LandtagskandidatInnen zum Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet

Dier Gladbecker LandtagskandidatInnen von SPD, CDU, Grünen, Linken und FDP zeigen kaum Interesse am Radschnellweg…

Radfahren in der Stadt

Fahrradklimatest 2024 – Gladbecks schlechtestes Ergebnis

Mit einer 4,1 hat Gladbeck gegen den allgemeinen Trend sein schlechtestes Ergebnis seit Beginn des Fahrradklimatests…

Teil-Öffnung der Fußgängerzone in Gladbeck – Verwaltung stellt sich quer

Leider hat die Verwaltung die (partielle) Öffnung der Gladbecker Fußgängerzone verhindert, die Grüne und Linke in…

https://gladbeck.adfc.de/artikel/buersche-strasse-provisorisch-tempo-30-1

Bleiben Sie in Kontakt