Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Gladbeck

Kommunalaufsicht rügt Gladbeck

Die Kommunalaufsicht des Kreises Recklinghausen fordert die Bürgermeisterin der Stadt Gladbeck auf, die Regelung auf der Buerschen Brücke neu entscheiden zu lassen

In ihrer Entscheidung fordert die Kommunalaufsicht die Bürgermeisterin auf, den Planungsausschuss erneut über den Sachverhalt beraten lassen. 

Die Stadtverwaltung allerdings versteift sich laut ihrer Presseerklärung weiter auf den Mischverkehr, da er nicht ausdrücklich verboten werde. Das ist unklug, da die große Chance, die Situation im Lichte der bisherigen Erfahrungen neu zu überdenken, vertan wird. Mit dem Mischverkehr ist die „Sicherheit“ des Verkehrs, zu dem der Radverkehr, zählt, nicht gegeben – und auch die „Flüssigkeit“ für den Autoverkehr nicht, weil sie nicht überholen dürfen.

Die Beanstandung der Kommunalaufsicht ist auch eine Chance, innezuhalten und noch einmal neu über mögliche Kompromisse nachzudenken. Es scheint auch so, dass die großen Parteien da nicht die monolithischen pro-Mischverkehr-Blöcke sind, wie es bisher immer aussah.

Zumindest bei der CDU scheint Bewegung aufzukommen. So ist eine Stellungnahme vom Ortsverband Mitte aufgetaucht, in dem zugegeben wird, dass der Mischverkehr gefährlich ist und die Bordsteinlösung (gemischter Fuß-Radweg) vorgeschlagen wird.

Auch die Grünen widersprechen der Deutung der Stadt. Sie kritisieren den Versuch der Bürgermeisterin, die negative Bewertung durch den Kreis ins Positive zu verkehren. Weiter weisen sie darauf hin, dass ihr Werben für mehr Rücksichtnahme das indirekte Eingeständnis ist, dass Radfahrende auf der Buerschen Straße nicht sicher sind.

Es wird spannend, wie die Fraktionen in der nächsten Ausschussitzung mit dem Fall umgehen werden.

alle Themen anzeigen

Verwandte Themen

Buersche Straße mit Tempo-30-Schild

Buersche Straße – provisorisch Tempo 30

Die Situation an der Buerschen Straße wird nach der Aufhebung des Verkehrsversuchs und der Wiederherstellung der…

Teil-Öffnung der Fußgängerzone in Gladbeck – Verwaltung stellt sich quer

Leider hat die Verwaltung die (partielle) Öffnung der Gladbecker Fußgängerzone verhindert, die Grüne und Linke in…

Rathaus Gladbeck

BürgermeisterkandidatInnen stellten ADFC ihre Ideen zur Radverkehrspolitik vor

Der ADFC Gladbeck konnte die BürgermeisterkandidatInnen von SPD, CDU, Grünen und Linken dazu gewinnen, dem ADFC ihre…

Radstreifen Buersche Straße: Ende gut - alles gut

Nach fast 2-jährigem Kampf um den breiten Radstreifen an der Buerschen Straße in Gladbeck ist er nun im November 2025…

Radkongress mit den BürgermeisterkandidatInnen von SPD, CDU, Grünen und Linken im Bürgerhaus Ost

Vor der Kommunalwahl in Gladbeck: Diskussion mit den BürgermeisterkandidatInnen

Eine Woche vor der Kommunalwahl, am Samstag 5.9.20, fand im Bürgerhaus-Ost der seit Anfang des Jahres geplante 3.…

Fast 90 % auf Buerscher Brücke für Erhalt des Radstreifens

Freiwillige von ADFC, BUND und Gladbeck Mobil führten am 22. August in der Zeit von 7:30 Uhr bis 12:30 Uhr, also 5…

Rad- und Umweltkongress mit Gladbecker BürgermeisterkandidatInnen

In Gladbeck haben ADFC und BUND erstmals gemeinsam zum Rad- und Umweltkongress mit BürgermeisterkandidatInnen am…

Piktogram Rad

ADFC Gladbeck fordert Radverkehrsbudget im neuen städtischen Haushalt

Nachdem sich im Wahlkampf viele Parteien zu einer verstärkten Radverkehrsförderung bekannt hatten, wollte der ADFC nun…

Demnächst mehr Radfahren in der Fußgängerzone Gladbeck möglich? -

Bürgermeisterin lädt ADFC zum Gespräch

Im April regte der ADFC in einem Brief an die Bürgermeisterin an, zu prüfen, ob…

https://gladbeck.adfc.de/artikel/kommunalaufsicht-ruegt-gladbeck-1

Bleiben Sie in Kontakt